Unter dem Motto „Hebammen machen den Unterscheid“ stellt der Deutsche Hebammenverband im Rahmen der Aktion zum Welt-Hebammentag am 5. Mai 2024 die Hebammen selbst ins Scheinwerferlicht und lässt sie zu Wort kommen.

Aus zehn verschiedenen Perspektiven wird erfahrbar, welche zentrale Bedeutung der Hebammenberuf im Gesundheitswesen einnimmt und durch keine andere Profession zu ersetzen ist. Zehn Hebammen sprechen über das Schöne ihres Berufs, über ihre Arbeit und die Bedingungen, unter denen sie die Betreuung und Versorgung von Frauen und Kindern trotz aller Widerstände auf höchstem Niveau aufrechterhalten. Unmissverständlich wird deutlich, warum sie einen eigenen Personalschlüssel, eine eigene Leistungsgruppe innerhalb der Krankenhausplanung, eine gesicherte Vergütung und einen eigenen Tarif benötigen und warum die Eins-zu-eins-Betreuung dringend umgesetzt werden muss.

„Natürlich bekommen wir immer direktes Feedback von den Müttern und Familien, die wir als Hebammen betreuen. Aber mit dieser Aktion wird öffentlich gemacht, was ihre Bedürfnisse sind – und das ist eine enorm wichtige Botschaft, die den Wert der Hebammenarbeit dokumentiert“, so Jutta Eichenauer, die als 1. Vorsitzende des Hebammenverbands Baden-Württemberg die Hebammen und ihren Beruf im Land vertritt. „Zum Hebammentag letztes Jahr hat die Aktion bereits mit Videobotschaften von Müttern begonnen, die sehr berührend ihre Geburtserlebnisse geschildert haben. Auch wenn damals schon die Hebamme als Begleiterin dabei war, so legen wir dieses Jahr den Focus selbst auf unserer Arbeit. Zehn Kolleginnen haben sehr persönliche Statements dazu abgegeben – eine wunderschöne Zusammenfassung unseres Berufs“ ergänzt Luisa Seibert, 2. Vorsitzende des Hebammenverbands Baden-Württemberg.

Hebammen im Scheinwerferlicht
Jedes Videostatement zu den zehn Tätigkeitsbereichen der Hebammenarbeit (Versorgung im Hebammenkreißsaal, Begleitung im Wochenbett, Versorgung im Krankenhaus, Begleitung als Familienhebamme, Versorgung im Geburtshaus, Versorgung bei Hausgeburten, Versorgung bei Fehlgeburten, Versorgung in der Schwangerschaft, Stillberatung, Wissenschaft) wird von allgemeinen Informationen über den Versorgungsbereich, einer fachlichen Bewertung und von konkreten Forderungen des Deutschen Hebammenverbands an die Politik ergänzt.

1. Anna Brodersen -Versorgung in der Schwangerschaft

2. Nina Negi – Versorgung im Krankenhaus

3. Carola Lienig – Versorgung im Hebammenkreißsaal

4. Ruth Hofmeister – Versorgung im Geburtshaus

5. Evelyn Kampfhofer – Versorgung bei Hausgeburten

6. Jutta Wohlrab – Begleitung im Wochenbett

7. Michaela Keller – Begleitung als Familienhebamme

8. Lysann Redeker – Stillberatung

9. Kick van Walbeek – Versorgung bei Fehlgeburten

10. Prof.’in Christiane Schwarz – Wissenschaft

Rückblick auf den Aktionsstart 2023
Die diesjährigen Aktionen ergänzen die von 2023. Anlässlich des Welt-Hebammentags 2023 nutzte der Deutsche Hebammenverband bereits die Gelegenheit, um über die Vielfältigkeit der Hebammenarbeit, das breite Spektrum ihrer Zuständigkeiten und die umfängliche Begleitung von Frau und Kind vor, während und nach der Geburt aufzuklären. Dazu berichteten acht Mütter im Rahmen der Aktion des Deutschen Hebammenverbands in sehr persönlichen Videobotschaften über die Erfahrung, die sie bei der Betreuung durch ihre Hebamme gemacht haben. Acht Frauen mit acht ganz unterschiedlichen Schwangerschafts- und Geburtsverläufen. Jede mit einem anderen Bedarf, betreut, begleitet und versorgt von ihrer Hebamme in dem entsprechenden Versorgungsbereich. Sie alle setzen sich ein für mehr Anerkennung und einen adäquaten Stellenwert der Hebammenleistungen in unserem Gesundheitswesen.

Hebammen machen den Unterscheid – die schönsten Aussagen
Zum Welthebammentag 2024 gab es im Vorfeld eine Mitmachaktion. Aufgerufen wurden alle, die der Meinung sind: “Hebammen machen den Unterschied”. Sie hatten die Möglichkeit, auf unseren Social-Media-Kanälen ihrer Hebamme oder Kollegin zu sagen, warum sie für sie den Unterschied und die Hebammenarbeit so wertvoll und besonders macht. Die “schönsten” Kommentare wurden über die Kanäle des Deutschen Hebammenverbandes vorgestellt.

Weitere Informationen gibt es auf der DHV-Website.

#welthebammentag