Deutschland muss stillfreundlicher werden

Von 4. bis 10. Oktober 2021 findet die 30. Weltstillwoche statt. Stillen ist die optimalste Versorgung für Neugeborene und Babys bis ins erste Lebensjahr hinein: Stress- und Krankheitsreduktion bei Mutter und Kind, ein reduzierter ökologischer Fußabdruck und dabei noch kostenlos von Mutter Natur zur Verfügung gestellt. Mit weltweilen Aktionen soll in der jährlichen Weltstillwoche darauf aufmerksam gemacht werden.

Aktionen in der Landeshauptstadt
Die Kreisgruppe Stuttgart veranstaltet Großartiges zur jährlichen Weltstillwoche. Auftakt ist bereits am Donnerstag. Was alles geboten ist, finden Sie im Veranstaltungskalender der Stadt Stuttgart, wo Sie auch die Buchungen vornehmen können.
 
 


 
 


Stand-Aufbau zur Weltstillwoche in Stuttgart
 
 

Nationale Stillstrategie
Bereits im Juli dieses Jahres hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugendliche die Nationale Stillstrategie für bessere Rahmenbedingungen und mehr Akzeptanz beschlossen. Sie soll das Stillen in Deutschland für Frauen einfacher machen und damit die Gesundheit von Müttern und Kindern fördern.

Leitfaden für Fachkräfte
Einfühlsame Beratung und ein stillfreundliches soziales Umfeld erleichtern Frauen das Stillen, das belegen Studien.
Fachkräfte haben die Aufgabe, Familien individuell so zum Thema Stillen und Babyernährung zu beraten, dass sich niemand unter Druck gesetzt fühlt. Darüber hinaus gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich für mehr Stillfreundlichkeit einzusetzen. Der Leitfaden wurde vom Netzwerk Gesund ins Leben entwickelt und kann dort kostenlos bestellt werden. Den Leitfaden zur Kommunikation rund um das Stillen können Sie auch als PDF downloaden.

Stillbeauftragte
Der Hebammenverband Baden-Württemberg hat eine Stillbeauftragte, die für Fragen rund um das Stillen erreichbar ist:
Barbara Müllerschön-Göhring
Beauftragte für Stillen und Ernährung
Tel. 07073/4231
stillbeauftragte@hebammen-bw.de

Stillen ist unser gemeinsamer Weg
Anlässlich der 30. Weltstillwoche appelliert der Deutsche Hebammenverband (DHV) gemeinsam mit Bündnispartnern an Politik und Gesellschaft: Stillen ist unser gemeinsamer Weg. Wir alle müssen den Rahmen dafür schaffen, dass Stillen für Mütter überall und jederzeit möglich ist! Denn trotz aller Vorteile ist Muttermilch auch in Deutschland immer noch zu selten und zu kurz erste Wahl bei Müttern. Oft führen nur temporäre Stillprobleme vorzeitig zum eigentlich vermeidbaren Abbruch der Stillbeziehung. Das soll sich ändern, so der Wunsch des DHV, der hierzu eine Pressemitteilung herausgegeben hat.

30 Jahre Weltstillwoche (DHV-Pressemitteilung, 30.09.2021)

Außerdem hat der DHV als Partner des Netzwerkes „Gesund ins Leben“ deren Pressemitteilung mitgezeichnet.

Weltstillwoche 2021 nimmt Unterstützung für Stillende in den Fokus (Gesund-ins-Leben-Pressemitteilung, 22.9.21)

Die Weltstillwoche wurde vor 30 Jahren von WHO und UNICEF gemeinsam initiiert.

Ministerium informiert zur Corona-Schutzimpfung

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg bietet morgen von 18:00 bis 19:00 Uhr, eine digitale Informationsveranstaltung zur Corona-Schutzimpfung für Schwangere, Stillende und Personen mit Kinderwunsch an. Eine Anmeldung oder Registrierung ist nicht nötig.
Offene Fragen können im Vorfeld an frage@dranbleiben-bw.de eingereicht werden. Auch während der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, offene Fragen an die Referentinnen und Referenten zu stellen.

Hebammen selbst dürfen keine Empfehlungen für oder gegen das Impfen aussprechen, was wir auch nicht tun. Aber wir können auf offizielle Informationspodien der professionellen Institutionen verweisen, damit sich jede und jeder mit Hilfe gesicherter Informationen ein eigenes Bild dazu machen und daraufhin entscheiden kann.

Digitale Informationsveranstaltung
„Corona-Schutzimpfung für Schwangere, Stillende und Personen mit Kinderwunsch”

Mittwoch, 29.09.2021, 18:00 – 19:00 Uhr
Teilnahme via Video-Stream (ohne Anmeldung o. Registrierung)
Link zur Teilnahme am Veranstaltungstag unter:
www.dranbleiben-bw.de/schwangerschaft

Referentinnen und Referenten:
Prof. Dr. Ulrich Karck, Ärztlicher Direktor Frauenklinik, Klinikum Stuttgart
Dr. Marion Janke, pro familia Baden-Württemberg
Arne Kirchhoff, Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg
Dr. Manuel Königsdorfer, Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg

Weitere Informationen finden Sie auf der Kampagnenseite www.dranbleiben-bw.de.

10 Jahre Hebammenkreißsaal Bietigheim

Am 23. September 2021 gibt es ab 18 Uhr einen Livestream „10 Jahre Hebammenkreißsaal – ein Erfolgsmodell“ zum Jubiläum des Hebammenkreißsaals im Krankenhaus Bietigheim.

Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Bietigheim bekennt sich zu einer Verbindung von ganzheitlicher medizinischer Versorgung auf höchstem Niveau mit menschlicher Zuwendung.
Seit 2011 bietet sie mit ihrem hebammengeleiteten Kreißsaal „sanfte Geburtshilfe“ an, in dem die Frauen „selbstbestimmt ohne Intervention nur mit Hebammenbegleitung ihr Kind gebären können. Diese hausgeburtsähnliche Entbindung in den Räumen des Kreißsaals wird immer mehr nachgefragt, sodass bei uns beinahe 10% aller Kinder im hebammengeleiteten Kreißsaal zur Welt kommen. Das ist ein deutschlandweiter Rekord, auf den wir sehr stolz sind“, so die Klinik. Dazu gibt es die Absicherung durch mögliche ärztliche Kooperation, für die die „gesamte Infrastruktur der Geburtsabteilung unmittelbar unterstützend zur Verfügung“ steht.

„Baden-Württemberg möchte Hebammengeführte Kreißsäle und Geburtshäuser ausbauen, so steht es im neuen Koalitionsvertrag“, betont Jutta Eichenauer. Mit gutem Grund, so die 1. Vorsitzende des Hebammenverbands Baden-Württemberg, denn eine von Hebammen begleitete Geburt wirke sich in vielerlei Hinsicht besonders positiv aus. Das zeige nicht nur der Erfolg des Hebammenkreißsaals in Bietigheim. Dazu lägen mittlerweile ausreichend gesicherte Daten vor:

Sichere Geburt mit Hebammen
Dass die Geburt in einem hebammengeleiteten Kreißsaal nicht nur sicher ist, sondern sich auch besonders positiv auf die Gesundheit von Mutter und Kind auswirkt, hat ein Forschungsprojekt nachgewiesen, das unter Leitung von Privatdozentin Dr. Waltraut Merz und Andreas Kocks am Universitätsklinikum Bonn (Mai 2018 bis Dezember 2020) durchgeführt wurde.

Foto: Sarah Chai von Pexels

Alkohol in der Schwangerschaft schädigt das Ungeborene

Heute, 9. September, ist in Deutschland der „Tag des alkoholgeschädigten Kindes“, mit dem auf die Suchproblematik in der Schwangerschaft und ihre Auswirkung auf das Kind aufmerksam gemacht wird (wir berichten u. a. 2020).
Zu diesem Anlass lädt der Drogenverein Mannheim am 9.9.21 von 17.00 – 19.00 Uhr im großen Saal der Mannheimer Abendakademie zur Vortrags-Veranstaltung „Eine gute Schwangerschaft – wie kann das gehen?“ ein.

Die Vorträge:

  • Alexandra Schlosser, Schwangerschaftsberatung SkF Mannheim: Durchblick bei Elterngeld und Co. – Infos zu Beratung, Gruppenangeboten und Pränataldiagnostik
  • Sabine Schmitt, Familienhebamme: Hebammenhilfe – was ist das?
  • Hella-Talina Tatomir-Yeboah, Hilf.Kids – Hilfen für suchtbelastete Familien Drogenverein Mannheim e. V.: Medikamente, Zigaretten und Alkohol in der Schwangerschaft – Was sollte ich wissen?

Die Kurzvorträge sollen auch zu Fragen im Anschluss animieren, für deren Antworten ausreichend Zeit ist.

Einladung

Die Veranstaltung ist kostenfrei, aber eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.
Hella-Talina Tatomir-Yeboah (Teamleiterin Hilf.Kids) steht für Rückfragen gerne zur Verfügung: Tatomir@drogenverein.de

Alkohol in der Schwangerschaft schädigt das Kind
Der Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft kann erheblichen Einfluss auf die Gesundheit des Kindes und dessen Entwicklung haben.
Alkohol ist ein Zellgift, das ungehindert über das mütterliche Blut die Plazentaschranke durchdringt und das Ungeborene schwerwiegend und dauerhaft schädigen kann. Die daraus resultierenden Erkrankungen werden unter dem Begriff Fetale Alkoholspektrumstörungen (fetal alcohol spectrum disorder, FASD) zusammengefasst. Bei konsequentem Alkoholverzicht während der Schwangerschaft ist FASD zu einhundert Prozent vermeidbar.

Das Video erklärt, warum schon geringe Mengen Alkohol in der Schwangerschaft und Stillzeit gefährlich sind und welche Konsequenzen das nach sich zieht.

Alle, die Kinder mit einer Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) begleiten, können sich beim Deutschen FASD Kompetenzzentrum Bayern informieren und bekommen Unterstützung.

Neues Hebammenzentrum in Ludwigsburg

Das Hebammenzentrum Justine in Ludwigsburg bietet Frauen, die keine Hebamme für die häusliche Betreuung gefunden haben, eine ambulante Hebammensprechstunde und mehr an. Das neue Zentrum erweitert das Angebot der bereits seit 2017 bestehende ambulanten Hebammensprechstunde – gut erreichbar in neuen Räumen nahe dem Bahnhof, das war den Organisatorinnen und Leiterinnen, Irmfriede Pilz-Buob und Fabienne Ziller, wichtig. Sie und ihre Kolleginnen sind alle mit Leidenschaft dabei: „Unser Wunsch ist es, Frauen, Paaren und Familien einen Ort anbieten zu können, an dem sie rundum medizinisch und kompetent betreut werden – von Beginn der Schwangerschaft an und über die Zeit des Wochenbettes hinaus.“

Durch den Hebammenmangel ist längst deutlich geworden, dass es neue Modelle jenseits der traditionellen häuslichen Hebammenbetreuung geben muss. Das haben die beiden Hebammen erkannt und das neue Konzept erarbeitet. Ergänzend gibt es im Zentrum Justine jetzt auch noch Osteopathie, Schwangeren- und Schwangerenkonfliktberatung, Yoga, Sport und Fitness speziell für junge Mütter.

„Gratulation: Über das anspruchsvolle und gelungene Konzept hinaus finde ich besonders charmant, dass die beiden mit dem Zentrums-Namen unsere berühmte Kollegin Justine Siegemund würdigen, die im 16. Jahrhundert das erste Lehrbuch für Hebammen veröffentlicht hatte, das auch von den damaligen Medizinern anerkannt wurde“, so die Christel Scheichenbauer, 2. Vorsitzende des Hebammenverbands Baden-Württemberg und Hebammenkollegin in Ludwigsburg.

Hier finden Sie immer aktuell das laufende Programm: www.justine-hebammenzentrum-ludwigsburg.de.

Die Stuttgarter Zeitung hat einen individuellen Artikel darüber veröffentlicht, wie das neue Zentrum Justine angenommen wird.
Hebammenzentrum: Der Traum ist wahr (Susanne Mathes, Stuttgarter Zeitung, Kreis Ludwigsburg, 26.8.21)

Mailadresse für Härtefälle in Stuttgart

Die Mailadresse für die kurzfristige Hebammensuche in Stuttgart hat sich geändert. Die Kreisgruppe Stuttgart des Hebammenverbands Baden-Württemberg hatte 2019 eine Mailadresse für solche Anfragen eingerichtet, die nun vom Gesundheitsamt Stuttgart aus bearbeitet werden.

Kurzfristige Hebammensuche für Stuttgart NEU:
hebammenversorgung-stuttgart@stuttgart.de
Das Angebot gilt NUR für im Raum Stuttgart.

„Die Kolleginnen in Stuttgarter Raum haben aus der Not heraus Eigeninitiative ergriffen, die Respekt abverlangt“, meinte Jutta Eichenauer, 1. Vorsitzende des Hebammenverbands Baden-Württemberg anlässlich der Gründung 2019 (wir berichteten). „Hebammen in ganz Deutschland kennen die Verzweiflung, wenn sie eine Schwangere abweisen müssen, weil sie selbst keine Kapazitäten mehr für eine Versorgung haben. Monika Schmid sucht für die Notfälle über den Mail-Verteiler der Stuttgarter Hebammenkreisgruppe aktiv Kolleginnen, die noch Frauen begleiten können. Ein Projekt, das Modellcharakter hat“, so Eichenauer.

Keine Hebamme gefunden?
Um die Abhilfe schaffen zu können, müssen belegbare Zahlen her, hat der DHV eine digitale Karte der Unterversorgung eingerichtet. Hier werden die Lücken sichtbar. Um diese Daten erheben zu können, bittet der DHV um Mitteilung, wer keine Hebamme gefunden hat: Unterversorgung melden

Bauchgeflüster – mehr als ein Elterncafé

Eine Familie braucht ein gutes Netzwerk, um ein Kind zu großzuziehen. Früher war das ein ganzes Dorf, heute ist diese wichtige Kultur völlig verloren gegangen. „Deshalb brauchen wir Institutionen, die dieses sichere Netzwerk für Familien anbieten“, so Pia Würtemberger, Systemische Therapeutin beim Elterncafé in Weinsberg. Vielen Kommunen können das nicht finanzieren. Die Unterstützung beginnt erst mit dem gesetzlichen Kita-Anspruch ab drei Jahren. Ab der Geburt bis zum Ende der Stillzeit steht Eltern rechtlich die Hebamme zu. Wegen des Hebammenmangels haben sie aber oft nicht genügend Zeit für den Austausch persönlicher Erfahrungswerte. Vorsorgeuntersuchungen seien zwar wichtig, aber für die emotionale Sicherheit brauche es mehr, so die Weinsberger Familienhebamme Claudia Gutbrod, Mitorganisatorin beim Weinsberger Elterncafé. Sie betont, dass die Unterstützung der Eltern ab dem ersten Bauchgefühl beginnen sollte. Daher heißt auch das Weinsberger Elterncafé “Bauchgeflüster“.

Das LTV Landesfernsehen hat vor Ort ein Video gedreht, in dem die organisierenden Hebammen und Mütter zu Wort kommen.


Link zum Video auf l-tv.

Hebammen und Eltern fordern Politik zum Handeln auf

Auch die Hebammen gehören zu den Berufsgruppen, die seit über einem Jahr beweisen, dass sie zu den Stützpfeilern der Gesellschaft gehören. Sie geben den Menschen Rückhalt und ein Gefühl der Sicherheit. Während der Coronakrise üben sie engagiert und mutig ihren Beruf aus, damit Frauen sicher gebären können.

Der Berufsstand hat schnell reagiert und alle Kräfte und Expertisen gebündelt. Jetzt, im Wahljahr 2021, geht es darum, die Zukunft aktiv mitzugestalten!

Vertreterinnen des Hebammenverbands Baden-Württemberg, des Deutschen Hebammenverbads und von Mother Hood haben am 27.07.2021 mit Politiker*innen/Bundestagskandidat*innen von Bündnis90/Die Grünen, CDU, Die Linke, FDP und SPD über die Zukunft der Geburtshilfe und die Zukunft des Hebammenberufs diskutiert.

Aufzeichnung der Diskussionsrunde vom 27.07.2021 (Hinweis: aufgrund eines WLAN-Ausfalls am Aufnahmeort ist die Qualität am Anfang mäßig, das wird aber schnell besser) mit:

  • Magdalena Haupt, Moderatorin SWR
  • Ulrike Gepperth-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands e. V.
  • Christel Scheichenbauer, 2. Vorsitzende des Hebammenverbands Baden-Württemberg e. V.
  • Romina Kahlert, Sprecherin der JuWeHen Region 5
  • Lydia Abdallah, Vertreterin von Motherhood e. V.

Aus der Politik zugeschaltet:

  • Imke Pirch, Kandidatin Die Linke, Emmendingen/Lahr
  • Christina Stumpp, Kandidatin CDU, Waiblingen
  • Charlotte Schneidewind-Hartnagel, MdB, Bündnis 90/Die Grünen
  • Robin Mesarosch, Kandidat SPD, Zollernalb/Sigmaringen
  • Stephan Link, Kandidat FDP, Zollernalb/Sigmaringen

Den Worten Taten folgen lassen!
Anspruch und Wirklichkeit klaffen in der Geburtshilfe in Deutschland weit auseinander. Das Nationale Gesundheitsziel „Gesundheit rund um die Geburt“ weist seit seiner Entstehung 2016 den Weg zu einer frauzentrierten Geburtshilfe von der Schwangerschaft über die Geburt bis ins Wochenbett. Doch dieser Weg kann bis heute nicht beschritten werden, da grundlegende Weichen nicht gestellt werden. Die Wahlprüfsteine des Deutschen Hebammenverbandes e. V. (DHV) im Wahljahr 2021 fordern die Politik daher in drei Schritten zum Handeln auf:

– Verbesserung des Hebammenstellen-Förderprogramms bis zur Erreichung einer Eins-zu-eins-Betreuung in den Kreißsälen
– Hebammen entsprechend ihrer umfassenden Fähigkeiten einsetzen
– Betreuung von Schwangeren und Wöchnerinnen als integraler Bestandteil von Gesundheitsversorgung

Die ausführlichen Wahlprüfsteine des Deutschen Hebammenverbandes erhalten Sie unter www.unsere-hebammen.de.

Die spezifisch für die Landtagswahl 2021 in Baden-Württemberg erstellten Wahlprüfsteine des Landesverbands finden Sie hier.

Visionen für eine gute Geburt

Was ist uns der Beginn des Lebens wert?

Wie soll Geburtshilfe aussehen? Aus dem breiten Diskurs des Zukunftsforums Geburtshilfe (wir berichteten) haben sich Voraussetzungen herauskristallisiert, die für eine gute Geburt und Geburtshilfe erforderlich sind. Der DHV hat sie in zwölf Thesen kompakt zusammengestellt und veröffentlicht:

• Die Frau mit ihrem Kind steht im Mittelpunkt
• Kontinuierliche Wegbegleitung / Continuity of Care
• Zeit geben zum Gebären
• Respektvolle Versorgung
• Sicherstellung der Hebammenversorgung
• „Familie werden“ als gesellschaftliches Thema
• Aufklärung und Beratung als Grundlage für informierte Entscheidungen
• Chancengleichheit
• Evidenzbasierte Standards für den gesamten Betreuungsbogen
• Wahlfreiheit von Anfang an
• Interprofessionelle Zusammenarbeit (IPZ) ist selbstverständlich
• Ein Nationaler Geburtshilfegipfel bringt die Umsetzung des Gesundheitsziels „Gesundheit rund um die Geburt” voran

Zukunft der Geburtshilfe (Flyer)

Einen Rückblick über die Stationen des Zukunftsdialogs von 2019 bis 2021 finden Sie auf der Website des DHV-Zukunftsforums.

Auf den Anfang kommt es an
Die Geburt eines Kindes gehört zu den außergewöhnlichsten Ereignissen im Leben eines Menschen. Und jedes Mal, wenn in Deutschland eine Frau zur Mutter wird, ein Mann zum Vater, steht ihnen eine Hebamme zur Seite. Sie hilft der neuen Familie, eins zu werden, eine Gemeinschaft und damit zur Stütze der Gesellschaft zu werden.

Deswegen haben Hebammen und der Deutsche Hebammenverband eine besondere Verantwortung, wenn es um die Gestaltung der geburtshilflichen Versorgung von Frauen, Kindern und Ihren Familien geht. Denn die Herausforderungen an die Geburtshilfe wandeln sich. Wir müssen heute über morgen sprechen, um die Zukunft gemeinsam gestalten zu können. Dafür haben wir 2020 erstmals den Zukunftsdialog Geburtshilfe geführt. Ziel war, Antworten auf eine grundlegende Frage zu finden, die die Zukunft unserer Gesellschaft erheblich mitbestimmt: Was ist uns der Beginn des Lebens wert?

Zahlreiche Akteur* innen aus allen Bereichen der Gesellschaft haben auf Basis von Fachgesprächen und interaktiven Veranstaltungsformaten gemeinsam Visionen für die Geburtshilfe und die Hebammenarbeit der Zukunft entwickelt. Die Veranstaltungsreihe war der Auftakt für einen breiten Diskurs, der die Geburtshilfe in die Mitte der Gesellschaft holt.

Frauen und der Finanzmarkt

Frauen sind auf den Finanzmärkten nicht so aktiv, wie Männer. Braucht es genderspezifische Finanzprodukte, um auch sie dafür zu interessieren? Dieser Frage geht Sandra Schießl nach. Die Studentin für Deutsch-Französisches Management an der Hochschule Mainz will mit ihrer Masterarbeit untersuchen, wie die Investitionsbereitschaft von Frauen in Kapitalmärkte gestärkt werden kann.

Dafür hat sie eine Online-Umfrage erarbeitet, mit der sie das unterschiedliche Verhalten im Umgang mit Finanzprodukten nach Geschlecht untersuchen wird.

Die Umfrage läuft bis 4. August 2021, wird anonym behandelt und darf ausdrücklich von allen Geschlechtern ausgefüllt werden. Es sind keine Vorkenntnisse im Bereich Finanzen notwendig. Alle Angaben sind vertraulich und werden mit größter Sorgfalt gehandhabt.

Bei Fragen können Sie sich gerne per E-Mail an Sandra Schießl wenden: sandra.schiessl@students.hs-mainz.de

Der Landesfrauenrat Rheinland-Pfalz arbeitet seit 2019 an dem Projekt „Frauen und Finanzen“ und hat an der Umfrage großes Interesse. Da wir, der Hebammenverband Baden-Württemberg, Mitglied im Landesfrauenrat Baden-Württemberg sind, möchten wir das gerne unterstützen.

Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele an der Umfrage beteiligen.

Umfrage zum Verhalten bei Finanzprodukten nach Geschlecht
 

Beitragsbild: Gerald/Pixabay
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