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March of Roses

Organisatoren für den March of Roses am 6. März 2016 gesucht!

Die Roses Revolution (#rosrev) ist eine weltweite Bewegung gegen Gewalt in der Geburtshilfe. Roses Revolution Deutschland wird vor allem von Mother Hood und Elternprotest unterstützt.

Am Sonntag, den 6. März 2016, wird mit Rosenmärschen in unterschiedlichen Städten Deutschlands auf die Problematik aufmerksam gemacht. Die Menschen gehen auf die Straße, um für das Ende von Missbrauch und Missachtung während der Geburt und den Beginn einer sicheren und respektvollen Schwangerschafts- und Geburtsbegleitung überall auf der Welt zu demonstrieren.

Rosenmärsche in Baden-Württemberg:
Organisieren Sie einen Rosenmarsch auch in Ihrer Stadt oder Gemeinde! Unter “March of Roses” werden alle Rosenmärsche gesammelt – tragen Sie sich ein!

Das Projekt basiert auf der Kasseler Erklärung (wir berichteten) und der repräsentativen Erklärung der WHO von 2015: “Jede Frau hat das Recht auf den bestmöglichen Gesundheitsstandard. Dies beinhaltet das Recht auf eine würdevolle und wertschätzende Gesundheitsversorgung.”

Hier ein Textvorschlag, den Sie für Ihr Projekt nutzen können:
Machen Sie mit beim March of Roses am Sonntag, 6. März 2016, in XYZ/Stadt/Ort:
Denn wir stellen mit großer Sorge fest, dass die Rahmenbedingungen in der Geburtshilfe und Geburtsmedizin zu erheblichen Fehlentwicklungen geführt haben. Diese Entwicklungen gefährden die seelische und körperliche Gesundheit von Müttern, Kindern und Familien in ganz Deutschland!

Durch Tests, Routine, Medikamente und Technikeinsatz erleben Eltern und Kinder von Beginn der Schwangerschaft bis über die Geburt hinaus häufig Entmündigung, Angst um ihr Kind, Alleingelassensein, Einschüchterung, Entscheidungsdruck und sogar physische und psychische Gewalt.
Für nicht wenige Frauen, Männer und Kinder wird so Schwangerschaft und Geburt zu traumatischen Erlebnissen mit weitreichenden Folgeproblemen für die ganze Familie.

Die Ursachen hierfür sind komplex, aber zwei Dinge sind unbestritten wichtig:
Frauen und Babys, die Menschen müssen ins Zentrum der Aufmerksamkeit der Betreuenden Professionen zurück.

Eltern, Hebammen, Ärzte und andere Betreuungspersonen wollend die anhaltende Verschlechterung in den Rahmenbedingungen in der Schwangeren und Geburtsbetreuung nicht hinnehmen und fordern eine grundlegende Reform.

Einsame Geburt – Hebammen in Not

Engagierte Mütter veranstalten Info-Abend in Offenburg

Sarah Schulze und Petra Matern organisierten in Kooperation mit der evangelischen Erwachsenenbildung am 27.10.2015 einen Info-Abend, zu dem rund hundert Interessierte kamen. Mit der Filmvorführung „Einsame Geburt – Hebammen in Not“ informierten sie darüber mit welch unterschiedlichen Interessen Hebammen, Ärzten, Versicherungen und Politik heute der Geburtskultur gegenüber stehen.

Vertreten war auch der Grünen-Landtagsabgeordnete Thomas Marwein, der das Thema auf Bundesebene angesiedelt sieht, sich aber verstärkt einsetzen wolle.
Vom Hebammenlandesverband Baden-Württemberg war die 2. Vorsitzende, Christel Scheichenbauer, vertreten. Sie betonte, dass mit dem Verlust der Wahlfreiheit das Frauenrecht beschnitten würde.
Die Zeitungen berichteten.

Teure Haftpflicht-Prämien bedrohen Hebammen-Beruf (Badische Zeitung, 30.10.2015)

Hebammen sind in großer Sorge (Baden online, 29.10.2015)

Beitragsfoto: Badischen Zeitung, 30.10.2015 (Foto: puppe)

Aktive Mütter in der Ortenau

Hebammen in Not – Haben Hebammen eine Zukunft in Deutschland? Besuchen Sie diesen Doku-Film mit anschließender Diskussion am 27. Oktober 2015 in Offenburg! Sarah Schulze und Petra Matern hatten in Offenburg ein Erzählcafé mit großem Erfolg organisiert, über 120 Besucherinnen und Besucher sowie unzählige Kinder waren gekommen. Die beiden Frauen bezeichnen sich selber als „einfach nur Mütter, die eine wundervolle Hebamme haben und diese Arbeit unglaublich wertschätzen“, haben daher beschlossen, dass „die Ortenau aktiver werden kann, um für die Selbstbestimmung der Familien und selbstverständlich für den Erhalt der Hebammen zu kämpfen.“ Die Filmvorführung des Dokumentarfilms „Hebammen in Not“ mit anschließender Diskussionsrunde ist ein weiterer Schritt. Unterstützt werden sie dabei von Raphaela Greminger.
Tolles Engagement! So kann es eine Zukunft für Hebammen geben.

Flyer: Hebammen in Not. Einladung zur Filmvorführung

Mother Hood

Aus der Elterninitiative Hebammenunterstützung wurde der Verein Mother Hood e.V. – Bundeselterninitiative zum Schutz von Mutter und Kind während Schwangerschaft, Geburt und 1. Lebensjahr. Jetzt ist auch die Website neu. Gucken Sie rein, der Verein ist enorm aktiv und hat viele interessante und hilfreiche Themen parat.

Die Göppinger Kreisnachtrichten berichteten am 12.8.15 mit mehreren Artikeln zum Thema Hebammenschwund. Unter anderen kam die Süßenerin Monika Findeis zu Wort, die sich für den Verein Mother Hood stark macht:

„… “Die Erfahrung der Hebammen, die jungen Müttern unter die Arme greift und Sicherheit vermittelt”, ist enorm wichtig, sagt Findeis, die sich in dem im März gegründeten, deutschlandweit agierenden Verein Mother-Hood engagiert. “Wir sind nicht die Lobby der Hebammen”, stellt Findeis klar. Aber mit dem Hebammen-Schwund sei die Geburtshilfe insgesamt in Gefahr, argumentiert die Süßenerin, die bei Mother-Hood die Fachgruppe Recherche und Fundraising leitet. Anliegen des Vereins sei es, die Folgen für die Gesellschaft und insbesondere für Frauen und Kinder deutlich zu machen. …“

Quelle: Göppinger Kreisnachtrichten, 12.8.15

Eltern, empört Euch!

Freie Hebammen brauche man nicht unbedingt, meint Ann Marini, Pressesprecherin des GKV-Spitzenverbandes. Diese Meinung konnte sie gestern in der NDR-Sendung „Redezeit“ öffentlich äußern. Über das Thema „Hebammen in Not – Hausgeburten vor dem Aus?“ diskutierte sie mit Katharina Jeschke (Präsidiumsmitglied Deutscher Hebammenverband e.V.), Dr. Edgar Franke (SPD-Bundestagsabgeordneter, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Bundestages) und mit zugeschalteten Zuhörern unter der Moderation von Birgit Langhammer.
Die GKV-Vertreterin wies darauf hin, dass sich eine Hebammen fragen müsse, ob sich die Freiberuflichkeit überhaupt lohne – „rein finanziell betrachtet“, das müsse sich jeder fragen, bevor er sich selbständig mache. Es sei halt nicht nur eine Frage des Berufswunsches.

Das darf nicht unkommentiert bleiben – Eltern, empört Euch! Schreibt an presse@gkv-spitzenverband.de oder ruft den GKV-Spitzenverband direkt an: 030 20 62 88-0.

Geklaute Rechte – wehren Sie sich!

Unterzeichnen Sie die Online-Petition „Geburt darf keine Privatleistung werden“! Nena hat es bereits getan (Tweet 5.5.15).
Stellvertretend für alle gesetzlich Versicherten fordert der Verein „Mother Hood“ die Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV-SV), Dr. Doris Pfeiffer, erneut auf, auch weiterhin die Leistungen für Hebammenhilfe bei Geburten unabhängig vom Geburtsort und -termin zu übernehmen. Die Rechte der Kinder und ihrer Mütter müssen respektieren und gewahrt werden.
Christina Baris, Julia Fertig, Hanno Köhncke und Michael Benecke vom Verein “Mother Hood“ haben die Petition gestartet.

Wie war das bei Ihnen?

Über eine groß angelegte Online-Umfrage sammelt iresearch4birth Informationen über die die Betreuung von Frauen verschiedener Länder während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Die Erfahrungen der Frauen werden von der Arbeitsgruppe verwendet, um die Bereiche der bestmöglichen Versorgung Schwangerer, Gebärender und Wöchnerinnen in Europa und weltweit zu finden.

Die Antworten bleiben anonym. Die Teilnehmerinnen können zu jeder Zeit ihre Zustimmung zur Teilnahme an der Befragung durch schließen des Browserfensters zurückziehen. Die Beantwortung der Fragen dauert max. 10 min.

iresearch4birth ist eine Gruppe von Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitswesen. Ihr Projekt „Babies Born Better (B3)” ist aus einem EU-geförderten Programm erwachsen (COST Action IS0907). Mittlerweile arbeitet die Gruppe unabhängig von der EU und weitet das Projekt auf Länder außerhalb der EU aus.

Umfrage (deutsch) (Umfrage mittlerweile abgeschlossen)

Katastrophale Situation für angestellte Hebammen

Eltern wehrt Euch! Der Kreißsaalbetrieb in der Bruchsaler Frauenklinik muss von 19. Mai 2015 bis 1. Juli 2015 auf einen Tagesbetrieb von 7 Uhr bis 17 Uhr reduziert werden. Die ärztliche Versorgung in der Klinik steht nur für gynäkologische und geburtshilfliche Notfälle weiterhin zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung (Tel. 07251 – 70 85 73 70).

Nehmen Sie das zum Anlass und gehen Sie als Schwangere, Mütter oder Eltern an die Öffentlichkeit! Das Landratsamt (der erste Landesbeamte) ist neben der Holding des Krankenhauses dafür zuständig. Es wäre gut, wenn viele Briefe dort eingehen von Frauen, die sich beschweren, denn jetzt sind die Wege richtig weit!

Wer hierfür weitere Informationen möchte, kann sich an Claudia Nehring (Kreißsaal Frauenklinik Bruchsaal) wenden: Claudia.Nehring@kliniken-lk.de

Das ist ein deutliches Zeichen für die katastrophale Situation der angestellten Hebammen. Durch zahlreiche krankheitsbedingte Ausfälle und Schwangerschaften mit Beschäftigungsverbot im Kreis der Hebammen kann die erforderliche 24-Stunden-Präsenz nicht gewährleistet werden. Erst ab 1. Juli 2015 kann sie durch Neueinstellung und Rückkehr wieder aufgenommen werden.

BNN/Bruchsaler Rundschau, 19.5.15: Kinderkriegen nur bis 17 Uhr

Spiegel online, 15.6.12: Geburten leider nur zwischen 7 und 17 Uhr

NENA für Hebammen

Der Elternprotest für Hebammen auf change.org zieht weite Kreise. Die prominente und beliebte Sängerin NENA hat mit unterzeichnet und postet am 6. Mai 2015 auf ihrer Facebook-Seite:
„Ich wende mich an die Frauen in unserem Land, denen es nicht egal ist wie unsere Kinder zur Welt kommen. Über Jahrtausende hinweg begleiten Frauen andere Frauen bei der Geburt, und ich fasse es nicht, dass man unseren Hebammen in Deutschland inzwischen Felsen in den Weg legt.
Systematisch soll einer der ältesten und wichtigsten Frauenberufe in Deutschland abgeschafft werden. Tausende Hebammen mussten bereits aufgeben, weil unser Staat das zulässt.
Jede schwangere Frau hat ein Grundrecht auf die liebevolle Begleitung ihrer Hebamme – vor, während und nach der Geburt ihres Kindes, und jedes ungeborene Kind hat ein Grundrecht auf einen liebevollen, friedlichen Empfang auf dieser Erde.
Heute ist internationaler Hebammentag. An alle, die sich angesprochen fühlen: Bitte informiert Euch und checkt aus was hier abgeht, es ist unfassbar.
Das dürfen wir nicht zulassen – wir müssen das gemeinsam angehen!“

Unterzeichnen Sie auch: #Elternprotest – Hebammen für Anfänger (Petition von Mother Hood)

Foto: Alexander Huseby (Website nena.de/galery)

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